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Gründung des Ortsvereins Lützelbach

Die Geschichte des Ortsvereins Lützelbach

Gegründet wurde der DRK-Ortsverein (damals "Ortsvereinigung" genannt) am 17. November 1979 im Gasthaus "Talblick", Ortsteil Lützel-Wiebelsbach, auf Empfehlung des DRK-Kreisverbandes. Seit Beginn der 70er Jahre sollten die Ortsvereine mit den kommunalen Strukturen im Sinne der Gebietsreformen identisch sein.
Es ist nicht so, dass es bis 1979 in der Gemeinde Lützelbach mit ihren Ortsteilen keine aktive Rotkreuz-Arbeit oder Jugendrotkreuz gegeben habe. Bis dahin waren die Rimhorner Aktiven in den Ortsverein Höchst eingebunden, die anderen Ortsteile gehörten zu Vielbrunn. Die Bildung des Ortsvereins in den neuen politischen Grenzen war auf den ersten Blick sinnvoll. So traf dies nicht automatisch auf die Kontinuität in der aktiven Arbeit zu. Damals traten von 10 Aktiven aus dem Ortsverein Rimhorn lediglich zwei der neuen Bereitschaft bei, beim Ortsverein Höchst blieben drei, nach Bullau wechselte ein Mann und die anderen stellten ihre Arbeit gänzlich ein. In den anderen Ortsteilen war es ähnlich. Der 17.November 1979 war somit nicht nur der Beginn eines neuen Namens, sondern auch der Beginn eines Neuaufbaues der Bereitschaft.

Neben dem DRK mit seiner Bereitschaft gab es auch Jugendrotkreuzgruppen, seit 1964 in Rimhorn und seit 1974 in Lützel-Wiebelsbach. Das 25- jährige Jubiläum wurde in Rimhorn am 18.11.1989 in einer Feierstunde begangen.

Der Ortsverein Lützelbach wurde im Beisein des damaligen Bürgermeisters Fritz Walter, den Kreisvorstandsmitgliedern Georg Mengler, Gräfin Margarethe zu Erbach-Erbach, Wilhelm Gieg und Adolf Germann ins Leben gerufen. Die Mitglieder des Vorstandes, die Verantwortlichen für die aktive Arbeit und die Jugendrotkreuzleiter wurden alle einstimmig gewählt. Vorsitzende wurde Ilsemarie Eidenmüller, 2. Vorsitzender Wilhelm Gieg, Rechner Georg Eckert, Schriftführerin Jutta Beck. Zu Beisitzern wurden gewählt: Heinrich Helm (Breitenbrunn), Kätha Schäfer (Rimhorn) und Helmut Walther (Seckmauern), aus dem Ortsteil Haingrund sollte ein Vertreter nachberufen werden. Für die aktive Arbeit sollten verantwortlich sein: Waltraud Horn und Erich Schäfer, als Jugendrotkreuzleiter wurden Erika Steiger für die Rimhorner Gruppe und Corinna Schanz sowie Friedel Klösel für die Lützel-Wiebelsbacher gewählt. Nicht anwesend bei der Gründungsversammlung war Herr Dr. Helmut Löhr, der das Amt des Bereitschaftsarztes für den Ortsverein von März 1980 bis 1985 übernahm. Frau Dr. Rosemarie Bartels ist seit 1986 Bereitschaftsärztin des Ortsvereins. Die finanziellen Angelegenheiten wurden in einer gesonderten Vereinbarung zwischen den Ortsvereinen Höchst, Vielbrunn und Lützelbach geregelt.

Was jetzt noch fehlte, waren eigene Räumlichkeiten und nach Möglichkeit ein Fahrzeug für die aktive Arbeit. Der Bäckermeister Gerhard Katzenberger stellte dem Roten Kreuz sein nicht mehr genutztes Backhaus in der Seckmauerer Str. 9 offiziell seit 01.01.1982 zur Verfügung. Renoviert und entsprechend den eigenen Bedürfnissen eingerichtet wurde es jedoch schon früher. Der Mietvertrag war bis Ende 1989 befristet. Es konnten die Gerätschaften und das Material dort untergebracht, Erste Hilfe Kurse sowie die Gruppenstunden des JRK abgehalten werden. Das Backhaus war somit Treffpunkt und gleichzeitig das Zuhause für die Rotkreuzler und Jugendrotkreuzler. Jedes Jahr wurde dort ein Sommerfest für die Bevölkerung durchgeführt.

Der Wunsch nach einem eigenen Fahrzeug ging 1983 in Erfüllung. Es wurde ein gebrauchter VW-Bus gekauft, der aus Kostengründen 1986 wieder abgegeben wurde. Nach 10 Jahren ohne Fahrzeug wurde dem Ortsverein 1996 ein bundeseigenes Katastrophenschutzfahrzeug vom Landrat zur Verfügung gestellt. Nachdem das Fahrzeug aus Altersgründen ausgemustert wurde, kaufte der Ortsverein Lützelbach 1999 wiederum einen gebrauchten VW-Bus, der zum Mannschafts-Transportfahrzeug umgebaut wurde. Für das Fahrzeug steht dem Ortsverein eine Garage im hinteren Rathaushof zur Verfügung. 1990 wurde dem Ortsverein von der Gemeinde der Clubraum in der Fritz-Walter-Halle für Zusammenkünfte zur Verfügung gestellt. Seit 1997 nutzt der Ortsverein den Gemeinschaftsraum im Rathaus für Bereitschaftsabende, EH-Lehrgänge, JRK-Gruppenstunden und sonstige Zusammenkünfte. Da die Blutspende-Termine in der Fritz-Walter-Halle abgehalten werden sowie der Kindermaskenball hier veranstaltet wird, hat der Ortsverein dort einen Raum für das erforderliche Material.